trauen ihrem Fischverkäufer, der seit vier Jahren den Markt beschickt und 20-jähri- ge Erfahrung in der Gastronomie am Bo- densee vorweisen kann. Fische aus allen Weltmeeren, ob vom schwäbischen Bodensee oder vom Karibi- schen Ozean, in Deckers Fischwagen lie- ge sie alle, auf kühlendem Eis akkurat nebeneinander: Steaks vom Moro Hai, Meeresfrüchtecocktail, Felchen oder Karpfen. Der Renner unter den Schuppentieren seien die Salzwasserfische. Loup de mer und rosaroter Thunfisch liefen ganz gut. Unter den Süßwasserfischen seien Zander und Felchen am beliebtesten. Auf die Frage, ob Decker selbst fischt, antwortet er: Ja, Menschen. Und nach dem verdutzten Blick seines Gegenübers fügt er erklärend hinzu: lch bin Christ. Das Christsein sei auch sein liebstes Hob- by, wenn er nicht gerade hinter der Fisch- theke steht. Zeit für seine Frau und die beiden Kin- der bleibe dem Fischverkäufer aus Meers- burg, "der Perle vom Bodensee, trotz Fische-Verkaufen allemal. "Ich fange meist um vier Uhr in der Frühe an und habe gegen zwei Feierabend. Da habe ich viel Zeit für die Familie, mehr als man- cher andere, erzählt er lächelnd und greift mit seiner großen Zange nach dem nächsten Lachs in dem Eismeer seiner Theke, um ihn wenig später einer dank- baren Frau mit spendiertem Gewürz zu reichen. |