Zu den bekanntesten Merkmalen der Aal-Familie gehört der schlangenförmige Körper, der von einer schleimigen Schicht umhüllt ist. Außerdem besitzen Aale ovale Schuppen und ihre Flossen bilden einen Flossensaum längs um den Kürper. Es gibt keine Bauchflossen. Bei den Flussaalen sind zwei Arten zu unterscheiden :
1. Gelbaal : seine Körperfarbe ist olivbraun oder grau mit bräunlichem Ton, die Bauchseite glänzt silber-gelblich.
2. Blankaal : der Rücken ist dunkel graugrün, der Bauch glänzt dagegen in starkem Silberton.
Die Aalweibchen können eine Körperlänge von 1,50 m und ein Gewicht von bis zu 6 kg erreichen, die Männchen bringen es lediglich auf bis zu 50 cm. Man findet Aale an europäischen Atlantikküsten, an der Nord- und Westküste Afrikas, im Mittelmeer, in der Nordsee und der Ostsee vor. Außerdem kommen sie auch in vielen Flüssen mit Zugang zum Meer vor.
Tagsüber hält sich der Aal am Boden des Flusses auf und wird erst bei der Abenddämmerung aktiv auf der Suche nach Nahrung. Diese besteht aus Würmern, Kleinkrebsen, Insektenlarven, kleinen Weichtieren, Kleinfischen und manchmal sogar aus Fröschen, die vorzugsweise von sogenannten Breitkopfaalen verspeist werden. Nach 4 bis 10 Jahren begibt sich der Aal auf die Wanderung ins offene Meer, die nach circa 3 oder 4 Monaten in der Sargasso-See ihr Ende findet. Dort gibt es optimale Laichbedingungen, da das Meer äusserst ruhig und windlos ist. Nachdem die Aallarven groß genug sind, wandern sie als sogenannte Glasaale in die Flüsse.